Fünffarbenkommers: Nicht überkommen

Coburg – Die Coburger und Neustadter Schülerverbindungen begingen ihren traditionellen Fünffarbenkommers unter dem Vorsitz der Ernesto-Albertina zu Coburg. Über 70 Aktive und Alte Herren der Coburger Schülerverbindungen Casimiriana, Ernestina und Ernesto-Albertina sowie der beiden Neustadter Ferienverbindungen Neapolitania und Franco-Thuringia füllten den großen Saal des Hotels Festungshof.

Klischees ausgeräumt

Festredner Bernd Jung führte in seinem launigen Vortrag gängige Klischees gegenüber Korporationen ad absurdum und wies anhand eines Vergleichs mit modernen Management-Methoden nach, dass Verbindungen alles andere als überkommen seien. Vielmehr übernähmen sie eine wichtige soziale, aber auch erziehende Funktion und erleichterten durch ihr vielfältiges Gefüge die Vorbereitung junger Menschen auf den Ernst des Lebens.

Der 2. Vorsitzende des Altherrenverbandes der Ernesto-Albertina, Peter Schrickel, stellte in seinem Grußwort die Bedeutung der engen freundschaftlichen Bande zwischen den anwesenden Verbindungen heraus. Diese gelte es weiter zu vertiefen. Mit gemeinsamen Unternehmungen wie einem Fußballturnier und dem Kommers zum Tag der deutschen Einheit sei man auf einem guten Weg.

Auch nach dem von Erstchargiertem Phillip Haugwitz straff geführten Kommers nutzten viele Farbenträger noch die Möglichkeit, in zwangloser Runde neue Kontakte zu knüpfen und bereits bestehende zu pflegen. So war es wenig überraschend, dass die Veranstaltung erst in den frühen Morgenstunden auf dem Couleurhaus der Ernesto-Albertina ausklang.

Neue Presse, 17.02.2005

 

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